Brotbuletten mit Spreewälder Schmorgurken

Die Sommerhitze macht ja gerade eine kleine Pause – Zeit, dass mal wieder was „Richtiges“ auf den Tisch kommt. Weiterhin bietet das saisonale Gemüseangebot ja Inspiration in Hülle und Fülle. Also gibt es heute mal Schmorgurken, ein typisches Gericht der Berlin-Brandenburger Küche, genauer gesagt: Spreewälder Schmorgurken. Vielleicht hat ja der eine oder andere schon mal eine dieser Gurken mit krokodilsähnlicher, dicker dunkelgrüner oder auch hellgrün-weiß gestreifter Schale in der Hand gehalten, und sich gefragt, was sich eigentlich damit anstellen lässt. Eine wirklich gute Salatgurke ist die Schmorgurke nämlich nicht mit ihrer harten Schale und den bitteren Kernen, aber man kann etwas viel Besseres damit machen, als nur schnöden Gurkensalat: genau, man kann Sie schmoren. Da sie weniger Wasser als eine klassische Salatgurke enthält, behält ihr Fruchtfleisch dabei seine Form. Hinzukommen etwas Speck, Brühe, Dill, Essig und nach Geschmack auch etwas Sahne. Serviert werden dazu Kartoffeln, manchmal auch als Stampf und natürlich (ich sagte ja Berlin/Brandenburg) Buletten – fertig ist ein wunderbares, sommerlich-einfaches Gericht. Und statt Hack, gibt es heute Brotfrikadellen, die mich bei Steph schon lange angelacht haben. Die Würzung habe ich ganz einfach so gelassen, wie ich auch „meine“ Hackbuletten machen würde: Zwiebel, Senf, Paprika, Majoran und schön viel Petersilie. Perfekt um auch größere Mengen an altbackenem Brot zu verwerten.
Also wenn ihr die nächsten Tage einer Schmorgurke begegnet, traut Euch, nehmt sie mit, es lohnt sich!

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Eiskaltes in Schwarz…geht auch auf die Hand – Schwarzsesameis und Matchacookies

Ja, ich bin platt. So richtig, richtig platt. Diese Hitze! Mehlstaub und Ofenduft kommen hier echt an ihre Grenzen. Nicht, dass ihr denkt, diese Temperaturen könnten mich vom Backen abhalten, oh nein niemals  –  aber das Bloggen, ja das fällt mir gerade wirklich nicht leicht. Klare Gedanken fassen, formulieren, Orthographie, dazu noch Bildbearbeitung – Hochleistungssport bei über 30°C für mich und meinen Computer. Und für Euch so, das Lesen, ist doch auch richtig anstrengend, oder? Also dann haushalten wir doch einfach mal alle nun schön mit unseren Ressourcen und stecken sie lieber in was Leckeres. Hier mein Lieblingseis aus schwarzem Sesam. Liebe aus den ersten Schmelz sozusagen, damals, vor sechs Jahren in Hongkong. Wenn ihr Nusseis mögt und dieses noch nicht kennt – Nachmachen! Obenauf noch ein Keksrezept – ein richtig, richtig gutes, vielleicht sogar DAS Keksrezept für Chocolate-Chip-Cookies von notwithoutsalt? Hier natürlich passend abgewandelt mit weißer Schokolade und Matcha. Ein Burner, ehrlich! …noch heißer als die aktuelle Sommersonne 🙂

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Uhhh the Beets….Gnocchi di pane mit ofengerösteter Beete

….wie, jetzt kocht sie auch noch?! Ja, jetzt kocht sie auch noch….aber selbstverständlich mit Brot! Was für diejenigen, die mich näher kennen jedoch weitaus erstaunender sei wird: Sie kocht mit roter Beete! Ja, wirklich! R.O.T.E B.E.E.T.E.
Letzten Freitag ist es passiert, bei Wochenendmarkteinkauf lagen sie da: so schön dunkelpink, mit frischen, kräftigen Stängeln und dunkelgrünen Blättern. Darüber das Schild: eigener Anbau. Für mich kann ein Gemüsehändler ja wirklich nichts besserer auf sein Preisschild schreiben als „eigener Anbau“ – bio, öko, regional, alles dehnbare Begriffe im Auge des Betrachters – etwa so wie hausgemacht – das zieht schon lange nicht mehr bei mir. Schreibt er jedoch hin, es kommt von seinem eigenen Hof, dann bin ich wie hypnotisiert und greife zu. Handgeklöppeltes muss doch einfach gut sein.
Nun ja und da stand ich nun, mit meinen wunderhübsch anzuschauenden, von Feld eines Gemüsebauern am Rande von Berlin stammenden roten Beeten. Als Kind war dies ja mein Alptraumgemüse schlechthin – diese geriffelten Scheiben, eingelegt in Essig. Wieviele Mittagessen musste ich damals im Kindergarten (so lange her, und doch noch gut in Erinnerung) länger als alle anderen am Tisch sitzen, bis ich mir wenigstens die Hälfte dieses erdigen Zeugs runtergewürgt hatte. Brrrrrr….mich schüttelt es beim Gedanken daran. Was zum Teufel hatte mich hier nur geritten, diese Beete zu kaufen? Ich durchforstete das Internet und gelangte bald zu dem Entschluss, meine Beeten im Ofen zu rösten. Ich weiß ja, was so ein Ofen für Magie vollbringen kann, nicht nur bei Broten und Kuchen, nein auch bei Gemüse. Damit das Abendessen an diesem Tage nicht ins Wasser fällt, waren mein Plan B Gnocchi di pane. Eine Triester Spezialität, die, wie kleine Semmelknödel aus altem Brot gemacht werden. Eine tolle Beilage zu Gulasch, aber auch mit jeglichen Gemüsen, Pesto und Parmesan oder mit Salbei und Butter trösten sie gut über misslungene Back- und Kochversuche hinweg. Das Ende der Geschichte seht ihr nun hier. Und ich kann es immer noch nicht glauben: diese ofengeröstete Rote Beete ist köstlich! So süß und intensiv und nur noch leicht erdig. Immer wieder musste ich ein Stückchen probieren, ob ich mich nicht getäuscht hatte. Die schönen Stengel landeten dann kurzerhand auch mit in der Pfanne und die Blätter im Pesto, welches nach einer Anregung von Lamiacucina mit Kaffee seinen besonderen Pfiff bekam. Es war letztendlich ein deftiges, sättigendes Essen – aber da der Sommeranfang doch mal wieder recht herbstlich ausfiel, war es genau passend……Rote Beete…..kopfschüttel……. 😀

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Wer braucht schon Sommer – Erdbeereistörtchen mit Baiser und Balsamico

Jedes Jahr überrascht uns der Sommer auf’s Neue – mit wolkenverhangenem Himmel, Nieselregen und Aprilfrische. Und jedes Jahr fragen wir uns, wo sind sie hin, die Tage des Kaffeschlürfens im Sonnenschein, des barfuß über Wiesen Laufens, des Schwimmens in Seen und im Freibad, und der Eiswaffel statt Abendbrot. War es letztes Jahr anders? Wann war überhaupt mal richtig Sommer?
Als bedingungsloser Optimist mag ich mich meist nicht lang mit Lamentieren über das Wetter aufhalten. Wir müssen es ja ohnehin so nehmen, wie es ist. Und so nutze ich die zur Zeit recht wenigen Sonnenstrahlen für einen Kaffee auf dem Balkon, spaziere im Regen über den Wochenmarkt, um die Pracht der sommerlichen Ernte zu bewundern und mit nach Hause zu nehmen, und bin dankbar dafür, dass ich beim Pflücken von Erdbeeren auf dem Feld weder Sonnenstich noch Sonnenbrand bekomme. Ja, aktuell ist es ja wirklich leicht, sich den Sommer auf den Tisch zu holen, denn für viele ist doch die Erdbeere, die es nun in Hülle und Fülle gibt, der Inbegriff von Sommer. Was braucht es schon als ein pures Schälchen mit den roten, saftig-süßen Beeren? ….vielleicht einen Klecks Sahne, etwas Vanille, etwas Balsamico vielleicht, ohhh und Baiser, oh ja Baiser, und Eis, Eis muss einfach sein! Dass es zum Eisessen scheinbar nie zu kalt sein kann, beweisen uns die Skandinavier, die mit bis zu 12 Litern Eis pro Kopf pro Jahr doppelt so viel Eiscreme naschen wie die Italiener. Eis geht also immer, auch ohne Sommersonnenhitze. Also los, hier ein Rezept für ein leckeres Eistörtchen mit aromatisch, fruchtigem Erdbeerbalsamicoeis und Meringueböden.

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das Brot zum Sonntag – Sauerteigsahnebrioche

Es ist wieder soweit, Zorra ruft zum monatlichen Bread Baking Day, und diesmal wünschen sich Petra, Michael, Kater Bodo und ganz wichtig, Frosch Whopper von immerwiedersonntags Brot zum Wochenende. Brot ist bei uns ja hauptsächlich ein Gebäck der Wochentage: Frühstücksstullen, Schnittchen zwischendurch oder zum Abendbrot. Ein Wochenende ist für mich mittlerweile ohne frisch gebackene Brötchen für den Frühstückstisch fast undenkbar. Brot taucht am Wochenende hier aber eher seltener auf. Wenn es ein Brot auf unseren Wochenendfrühstückstisch schaffen könnte, dann wäre es wohl eines dieser wunderbar zartfaserigen, wattig-buttrigen französischen Brote, mit dem klingenden Namen Brioche….aber leider habe ich die bisher noch nie so richtig erfolgreich gebacken. Meine liebe Freundin Ina schwärmt mir ja schon seit Monaten von Stefanies Sahnebrioche vor und hat diese schon mehrfach mit photodokumentierten Traumresultaten gebacken. Es kribbelt mir also schon länger unter den Fingern, dieses französische Butterbrot doch nochmal zu probieren. Um mir ein bisschen mehr Spaß zu gönnen, als das bloße Nachbacken dieses, wie immer unbestreitbar absolut gelingsicheren Rezepts von Hefe und mehr, habe ich mir eine kleine Schwierigkeit eingebaut – keine Hefe, nur Sauerteig!  Die Umsetzung war wirklich nicht so einfach – die ersten Versuche schmeckten einfach zu sauer 😀 . Aber natürlich gab ich nicht auf. Mit mehr Anstellgut und einer, bei sommerlichen Temperaturen (naja, ne…) doch recht leicht umsetzbaren, warmen Teigführung zu Beginn, fühlten sich der Hefeanteil des Sauerteigs pudelwohl und er blieb schön mild und trotzdem hochaktiv. Bei der letzten Gehzeit in der Form sind diejenigen mit einem kühlen Keller klar im Vorteil. Bei Stefanies Hefebrioche sind am Ende 8-10 Stunden bei Raumtemperatur geplant, für die Sauerteigbrioche kann dies unter Umständen viel zu lang sein. Bei einer Übernachtgare im Kühlschrank muss die Brioche vor dem Backen jedoch nochmal etwa 2 Stunden bei Zimmertemperatur stehen, bevor sie in den Ofen geschoben werden kann, also Backen direkt nach dem Aufstehen klappt nicht so ganz. Für ein frühes Frühstück kann die Brioche aber auch prima am Vorabend gebacken werden, sie bleibt recht lang frisch und saftig. Insgesamt ist das Rezept sicher etwas aufwendiger, als bei der Hefevariante, aber eigentlich sind es pro Tag nur wenige Handgriffe (vorausgesetzt man hat eine gute Küchenmaschine – ein Muss bei diesem Teig!), die sich auch noch prima vor oder nach einen stressigen Arbeitstag erledigen lassen.  Belohnt wird man mit einer wattigen, mild-aromatischen Brioche für den sonntäglichen Frühstückstisch.

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Bread Baking Day #75 - Lieblingsbrot zum Wochenende ~ favorite bread for the weekend (last day of submission July 1, 2015)

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Japanische Mini-Matcha-Cheesecakes

Als ich vor ein paar Wochen  mit Grippe unfreiwillig ans Bett gefesselt war, blieb natürlich auch das Backen auf der Strecke. Tortur! Nicht das ich jetzt vom Fieber gleitend in die Entzugserscheinungen vom Backen rutsche, dachte ich. Wer weiß, so unterschiedlich sind die Symptome eines Fieberwahns und eines Entzugdelirs ja gar nicht… ich musste also handeln, so schnell als möglich. Nach drei Tagen im Bett erschien mir Backen physisch wieder möglich und ich inspizierte ich den Kühlschrank. Es fanden sich Eier und Frischkäse – glasklar: Cheesecakes. Maris Rezept für fluffigen japanischen Cheesecake hatte ich schon lange auf meiner Liste, das genauere Lesen zeigte aber: für meinen aktuellen Zustand leider viel zu kompliziert. Also Improvisieren, Augen zu und durch. Ich hangelte mich dann an diesem Rezept entlang. Die Eier wog ich nur pi-mal-daumen ab, ich hatte im Endeffekt zu viel Eigelb und zuwenig Eiweiß im Teig. Egal. Knappe 45 Minuten später hatte ich kleine, süße, fluffige Cheesecakes. Naja, perfekt waren sie sicher nicht, manche schrumpften beim Abkühlen etwas zusammen und sahen aus wie kleine Pilze, aber sie waren zart-luftig, saftig, und hatten ein herrliches Matchaaroma …wie von Zauberhand fanden sich dazu sogar noch die süßesten ersten Freilanderdbeeren in meiner Küche ein… was ein Balsam für meine entzügige Backseele….

japanische Minichesecakes mit Matcha und Erdberen

japanische Minicheesecakes mit Matcha und Erdbeeren

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Galette rustique mit Rhabarber und Erdbeeren…und ein kleines Auf Wiedersehen

uhhhh….es ist schon fast wieder so weit, nur noch wenige Tage und dann ist sie vorbei, die schöne Rhabarberzeit! Wie der Spargel wird Rhabarber nur noch bis zum Johannistag, den 24.06. geerntet. Aber ich bin vorbereitet: Marmeladen sind gekocht, der Sirup verkorkt, und Platz für ein paar Stangen für den schlimmsten „Ich-will-jetzt-sofort-Rhabarber-Anfall“ habe ich mir in unserem Mini-TK-Fach auch erkämpft. Ja, hättet ihr gar nicht gedacht, dass nochmal ein Rhabarberrezept kommt. Jetzt, da es auf dem Markt von vielen schönen Saisonlieblingen nur so wimmelt: Erdbeeren überall, die Kirschen sind auch schon da und die restliche Beerenbaggage wird sicher auch nicht mehr lange auf sich warten lassen, ganz zu schweigen von Aprikosen und Pfirsichen. Nun gut, dem Rhabarber sei nun sein Schönheitsschlaf gegönnt. Aber ordentlich verabschieden muss er sich schon. Hier mit einer rustikalen französischen Tarte und in einer feinen Liaison mit der Erdbeere. Erdbeeren und Rhabarber sind ja ein wahres Traumpaar – schon der bloße Duft der Tarte zaubert ein Lächeln aufs Gesicht. Dazu ein buttrig, blättrig-knuspriger Teig. Ein feiner Abschied für den Rhabarber, wie ich finde. Nun also tschüss du wunderbares Stangengemüse, wir sehen uns 2016 wieder.

PS: ….und um noch eine kleine Bemerkung meines Herrn D. anzuführen: „hmmm, der Teig! Der Teig ohne Rhabarber und stattdessen nur Erdbeeren, oder Äpfel, Kirschen oder Aprikosen, dann wär’s perfekt“ – also, für die, die nicht bös‘ sind, dass die Rhabarberzeit endet – variiert doch den Belag einfach!

Tarte rustique

Tarte rustique

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Korean Dogs im Semolinabun – und nein, keine echten Hunde….

Fastfood, schnelles, leckeres Essen auf die Hand – wer kann dazu schon nein sagen. Vor ein paar Jahren hätte ich ja nie gedacht, dass das Reisen nach Asien, oder in dem Fall genauer: nach Korea, mir hier ganz neue Horizonte eröffnen würden. In Seoul hatte ich nicht nur den Eindruck das diese Stadt wirklich nie schläft (Einkaufen in einem Warenhaus um 03.00 Uhr morgens ist hier ganz normal…) sondern auch, dass diese Stadt ständig isst. Bars, Cafes, Restaurants, und unsagbar viele kleine Straßenrestaurants, mit und ohne Plastikstühlchen davor, pflastern diese Stadt und alle sind sie ständig proppevoll. Das Spektrum an Fastfood in Korea erscheint riesig: schon die klassisch-koreanische Küche bietet hier unzählige Grillspezialitäten, dazu Suppen, Fischkuchen, Reiskuchen und Nudelartiges in scharfen Saucen, Gimbabs und Onigiris, etc. Daneben findet sich natürlich auch der Einfluss der restlichen Welt (Ja, selbst in Seoul gibt es Döner und Dürüm Falafel) und leider auch westlichen Welt mit den allseits bekannten, nicht erwähnenswerten Burger-, Pizza- und Fastfoodketten. Und recht häufig trafen wir auch auf wirklich ungewöhnliche Cross-Over-Kreationen: Würstchen-und-Bohnen-Hot-Pot, italienisches Eis mit Thunfischgeschmack, mit Sahne gefüllte und mit Puderzucker bestäubte Baguettes (also ein Baguette Eclair 😀 ), Hotdog-Würstchen frittiert im Pommesmantel, und, und, und. Ja, ganz anders als ich es von der vitaminreichen, frischen asiatischen Küche erwartet hätte, ist Korea für mich ein wahres Fast-Food-Wonderland. Ich habe also genau deswegen so überhaupt gar keine keine Skrupel, Euch das folgende interpretierte Rezept koreanisch-westlicher Cross-Over-Fastfoodküche vorzustellen. Warum dieses Rezept? Ja ich gebe zu, ich wollte unbedingt dabei, sein bei BBQ Blogevent von Zorra und Sandra und diese wunderbaren Hartweizenbrötchen verbloggen – aber so ohne nichts drauf, wollte ich auch nicht. Also toppen nun dieses watteweiche Semolinabrötchen ein knusprig gegrilltes Würstchen, geschmorte Honig-Soja-Zwiebeln, Sesam-Gurkensalat und scharfe koreanische Gochujangmayo.  Als Minibalkongriller hat man zwar geringe Ansprüche, aber das, das ist wirklich Ober-Hammer-Lecker!  Wort! Ihr mögt kein koreanisches Essen? Naja, dann ist das so – aber diese traumhaften Brötchen, die müsst ihr unbedingt zum nächsten Grillabend probieren!

Hot Dog

Hot Dog – Korean Style – shön shaf – und sonst auch mit allem drauf, was ein guter Hot Dog braucht.

Blog-Event CIX - it's BBQ-time! (Einsendeschluss 15. Juni 2015)
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Sauerteig-Laugen-Bagels

Schon vor ein paar Monaten war ich über Zorras Rezept für blonde Laugenbrezeln gestolpert, das Nachbackergebniss überzeugte auf ganzer Linie. Ständig auf der Suche nach Verwendungen für alten Sauerteig, war Zorras Rezept ein wunderbarer Ausgangspunkt für weitere „Experimente“. Der alte Sauerteig gibt schnellen, frischen Teigen eine gute Krumeneigenschaft und ein schönes Aroma. Damit eignet er sich optimal für den schnellen aber trotzdem leckeren Brötchengenuss! Für die folgenden Tests dachte ich mir, warum nicht mal Brötchen mit einem Loch drin? Ja, Bagels. Bagels? Bagels! Ich muss ja gestehen, eigentlich weiß ich gar nicht, wie gute Bagels schmecken müssen. Bei meinen wenigen Besuchen überm Teich lagen meine Testessprioritäten eindeutig auf der süßen Seite. Recherchen ergaben Bagels müssen außen knusprig, innen aber die Krume chewy (?!?) und trotzdem locker sein. Aha. Ob das jetzt bei meinen Bagels so authentisch hinhaut, müsst ihr wohl selbst testen. Ich habe getestet, nun mittlerweile  gefühlt bestimmt hundertdrölfzig mal: mit unterschiedlichen Mehlen, mit Fett, ohne Fett, mit/ohne Zucker, Honig oder Malz, mit Milch, oder Wasser. Dazu unterschiedlichste Laugen zum Kochen der Bagels. Das nun folgende Rezept ist mein Favorit:  die Bagels sind noch leicht warm herrlich knusprig und innen flaumig, und nach etwas Abkühlung sind sie dann auch chewy. Ratzfatz Testen bitte, sind doch nur büsschen mehr als zweieinhalb Stunden – vom Kneten bis zum ersten Biss!

Saurteig-Laugen-Bagels

Gehört so: Bagel mit Creamcheese.

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Queijadas de Sintra

An meine erste Queijada kann ich mich erinnern, als ob es gestern gewesen wäre. Es war Februar, im Estádio Alvalade XXI, in Lissabon, bei einem Spiel von Sporting Lissabon. Die Nacht war schrecklich kurz gewesen. Vor nicht einmal 24 Stunden hatten wir erst das Kino nach unserem letzten Berlinalefilm verlassen, unsere Koffer gepackt, 2 Stunden geschlafen und sind in den frühen Morgenstunden zum Flughafen geeilt. Kontrastprogramm deluxe. Aus dem kalten Berliner Winter direkt in das frühlingshafte Lissabon – das Licht, die frische Küstenbrise, die Farben, die Sonne auf der Haut. Alles war so unwirklich, so schön, und einfach viel zu viel für einen einzigen Tag…dann das Fußballspiel. Ich mag Fußball. Wenn ich auch nicht ein wirklicher Fan bin, so bin ich doch gern dabei, wenn es auch im Urlaub darum geht der Leidenschaft meiner besseren Hälfte zu frönen und ein Spiel der einheimischen Mannschaft zu besuchen. Ich mag das Getümmel, die Farben, die Trikots, die Fahnen und die Gesänge. Bis zur 30. Spielminute hielt ich durch, dann wurde es hart – ich war einfach fix-und-foxy. Um nicht einzuschlafen, wollte ich mir kurz die Beine vertreten und ging dabei an den Ständen mit Essen und Getränken vorbei. Ein kleiner Junge mit seinem Vater weckte meine Aufmerksamkeit. Am einem Stand mit Popcorn und anderen Süßwaren kauften sie eine kleine unscheinbare zeitungspapierartige bedruckte Rolle. Nicht wissend was es war, kaufte ich stumm lächelnd ebenso eine Rolle…. Uhhh, ich liebe das ja so sehr! Etwas zu kaufen ohne Namen, ohne Ahnung, ohne die bloße Vorstellung, was sich eingewickelt in das Papier verbergen könne. 100 Espresso hätten keine aufputschendere Wirkung auf mich haben können. Ich war wieder munter und hüpfte auf meinen Sitzplatz zurück. Erwartungsfroh öffnete ich meinen kleinen Papierrollenschatz – darin 8 kleine, feine Törtchen. Ein ungewöhnlich knuspriger, fast brotiger Teig umhüllte eine köstliche Füllung, deren Geschmackskomposittion überraschte. Ich rätselte den ganzen Abend. Den nächsten Tag, den restlichen Urlaub. Erst mehrere weitere Rollen, gefolgt von zahlreiche Backversuchen am heimischen Herd brachten mich hinter den Geschmack: Frischer Ricotta,  Frischkäse, Zimt und etwas Ziegenkäse. Wahrlich wunderbar stimmige kleine süß-cremig-fluffige-käsige Küchlein, die ihr unbedingt probieren müsst! Die Queijadas kommen ursprünglich aus Sintra, einer kleinen Stadt nahe Lissabon und wurden bereist im 13.Jahrhundert in den Bäckereien der dortigen Klöster gebacken. Wie bei den Pasteis enthalten sie nur das Gelbe vom Ei, da die Nonnen das Eiweiß zum Stärken ihrer Roben verwendeten. Und auch wie bei den Pasteis ist das wahre Originalrezept natürlich geheim…

Queijadas de sintra

Queijadas de sintra

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