Eiskaltes in Schwarz…geht auch auf die Hand – Schwarzsesameis und Matchacookies

Ja, ich bin platt. So richtig, richtig platt. Diese Hitze! Mehlstaub und Ofenduft kommen hier echt an ihre Grenzen. Nicht, dass ihr denkt, diese Temperaturen könnten mich vom Backen abhalten, oh nein niemals  –  aber das Bloggen, ja das fällt mir gerade wirklich nicht leicht. Klare Gedanken fassen, formulieren, Orthographie, dazu noch Bildbearbeitung – Hochleistungssport bei über 30°C für mich und meinen Computer. Und für Euch so, das Lesen, ist doch auch richtig anstrengend, oder? Also dann haushalten wir doch einfach mal alle nun schön mit unseren Ressourcen und stecken sie lieber in was Leckeres. Hier mein Lieblingseis aus schwarzem Sesam. Liebe aus den ersten Schmelz sozusagen, damals, vor sechs Jahren in Hongkong. Wenn ihr Nusseis mögt und dieses noch nicht kennt – Nachmachen! Obenauf noch ein Keksrezept – ein richtig, richtig gutes, vielleicht sogar DAS Keksrezept für Chocolate-Chip-Cookies von notwithoutsalt? Hier natürlich passend abgewandelt mit weißer Schokolade und Matcha. Ein Burner, ehrlich! …noch heißer als die aktuelle Sommersonne 🙂

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Schwarzsesameis:

Schwarze Seasampaste (etwa doppelte Menge, hält sich im Kühlschrank):
200g schwarzer Sesam
2-3 EL neutrales Öl
1EL Zucker
1 Prise Salz

Eiscreme:
2 Eigelb
2 EL Zucker
1/4 TL Salz
180g gezuckerte Kondensmilch
3 EL schwarze Sesampaste
200g Sahne

Mixer (Standmixer oder Foodprocessor) vorbereiten. Sesam in einer Pfanne rösten. Dabei beständig rühren. Beim schwarzen Sesam ist es natürlich nicht einfach zu erkennen, wann der richtige Röstgrad erreicht ist und wann es verbrannt ist, deshalb der Tipp von Miss Boulette (von ihrem Blog ist auch das Rezept für die Paste): die Körner müssen sich leicht zwischen den Fingern zerreiben lassen, dann sind sie gut. Dann den Sesam sofort in den Mixer füllen, den Zucker hinzugeben. Auf höchster Stufe mahlen, bis das Öl aus den Körnern austritt, also sich eine Paste bildet. Gegebenenfalls müsst ihr immer wieder den Rand freischaben. Dann 2 EL Öl hinzugeben und weiter mixen, bis ein schönes, glattes cremiges Mus entstanden ist. Zuletzt das Salz unterrühren.
In ein Schraubglas füllen und im Kühlschrank aufbewahren.

Für das Eis die Milch zum Kochen bringen. Eigelbe währenddessen mit dem Zucker und Salz in einer großen Schüssel schaumig aufschlagen. Die heiße Milch unter ständigem Rühren hinzugeben. Die Masse zurück in den Topf füllen und weiter unter unermüdlichem Rühren erhitzen, sonst flockt das Ei aus. Wenn das ganze dicklich wie eine Vanillesauce ist, vom Herd nehmen, die gezuckerte Kondensmilch unterrühen und abkühlen lassen. Dann die Sahne steifschlagen. Zuerst noch die schwarze Sesampaste unterrühren, dann die geschlagene Sahne unterziehen. In ein gefriergeignetes Gefäß füllen und 1 h gefrieren lassen. Dann herausnehmen und kräftig durchrühren. Wieder 1 Stunde gefrieren lassen, wieder durchrühren. Insgesamt 3 Mal sollten hier ausreichen, damit ihr ein cremiges Eis erhaltet. Dann am besten über Nacht komplett durchgefrieren lassen. Sicher kann man das Eis auch in einer Eismaschine bereiten.

Matchacookies mit weißer Schokolade (für etwa 12 große Cookies):

113g weiche Butter
28g weißer Zucker
28g grober brauner Zucker (Turbinado)
170g brauner Zucker oder Vollrohrzucker
1 Ei
etwas gemahlene Vanille
2EL Matcha
1/4 TL Salz
226g Mehl
3/4TL Natron
226 g weiße Schokolade in grobe Stücke gehackt
Meersalzflocken zum Bestreuen

Ofen auf 180°C vorheizen. Butter mit Zucker hellchremig aufschlagen, das Ei unterrühren. Mehl, Salz, Natron, Vanille und Matcha mischen und unterrühren, bis ein glatter Teig entsteht. Die Schokostücke zuletzt unterrühren.
2 Backbleche mit Backpapier auslegen. Für große Kekse etwa tischtennisballgroße Portionen abstechen, zu Kugeln formen und auf dem Backblech etwas platt drücken. Mit Meersalzflocken bestreuen und 10 Minuten bei 180°C backen, sie sollten am Rand leicht braun werden und innen noch richtig weich sein.
Sollten die Kekse beim Backen etwas unrund zerlaufen sein, lassen sie sich direkt aus dem Ofen gut nachformen.

 

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14 Kommentare zu “Eiskaltes in Schwarz…geht auch auf die Hand – Schwarzsesameis und Matchacookies

  1. Matchacookies ohne Matcha? Wie hast du sie so grün bekommen? In jedem Fall ist das eine überraschend spannende Kombination, die ich mal wieder sofort ausprobieren werde 😀

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  2. wow, hört sich das eis gut an! und dann schreibst du auch noch, dass man es mit ner eismaschine machen KANN. heißt also: nicht muss. genau das richtige für mich. danke für das tolle rezept! und: nö, das lesen ist kein bisschen anstrengend! musst du also gar keine rücksicht nehmen und gar kein bisschen weniger bloggen…
    viele grüße,
    sabine

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    • also ich habe zwar eine Eismaschine, aber da diese „passiv“ arbeitet und der Kühlbehälter so wahnsinng viel Platz in unserem TK-Fach einnimmt, ziehe ich aktuell diese einfachere Variante vor. Und es klappt wirklich ganz gut!
      Liebe Grüße,
      Susanna

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  3. Boah das sieht gigantisch aus! Muss ich unbedingt probieren. Ich bin zwar beim CIO (chief ice cream officer) nicht gerade auf offene Ohren gestossen. Aber die Eismaschine kann ich ja zum Glück auch selbst bedienen.

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  4. Puhhh, was war des für ne Hitze, aber jetzt ist es leider schon abgekühlt und ich vermisse die 30° C+ Temperaturen. Aber der Sommer kommt bestimmt bald wieder.
    Liebste Susanna, ich weiß ja nicht, welches Rezept ich toller finden soll. Hach, sind beide einfach klasse!!! Matcha Cookies werde ich bestimmt bald nachmachen. Und das Sesameis auch, sobald mein Gefrierfach wieder bisschen Platz hat 😉
    Wünsch dir noch ein schönes Wochenende!
    Gaaaanz liebe Grüße,
    Kimi

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    • stimmt, ein bisschen mehr Sommer könnte es doch nun wieder sein….man ist auch wirklich nie zufrieden ;D …aber Eis und Kekse gehen ja immer. Ich freu mich, dass es dir gefällt. Das Keksrezept werde ich jetzt sicher öfters als Grundrezept benutzen, es ist wirklich wunderbar unkompliziert (….bis auf die drei Varianten Zucker, die es benötigt).
      Ich wünsche dir einen schönen Sonntag liebe Kimi!
      Grüße, Susanna

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  5. Ich liebaugel ja schon länger mit Matcha-Rezepten, habe aber schon von einigen gehört, dass man das Matcha garnicht wirklich schmeckt.. und dafür war es mir bisher immer zu teuer!
    Schmecken die Cookies durch das Matcha wirklich anders?
    Achja, das Eis werde ich die nächsten Tage sicher mal ausprobieren, ist schön gespeichert 😉
    Liebe Grüße Julia

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    • Hallo liebe Julia, ich bin ja so ein richtiger Matchaliebhaber und finde schon, dass Matcha einen „richtigen“ Geschmack hat: leicht bitter, auf jeden Fall nach Tee und irgendwie blumig, eben richtig grün. Falls man es damit übertreibt, kann es auch richtig bitter werden, also sollte man es gut dosieren. Hast du denn schon mal Matcha, z.B. in einer Matcha Latte oder im Eis probiert? Milchprodukte sind eine wunderbare Verwendung für Matcha. Der Geschmack ist hier auch wirklich deutlich zu schmecken und es wird schnell klar ob man es liebt oder hasst. Es gibt auch unterschiedliche Qualitäten von Matcha im Handel zu kaufen – der zum Backen ist meist etwas günstiger und es reichen zum Backen oft wenige Löffelchen, also kommt man mit einer kleinen Menge doch recht weit.

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