Japanische Mini-Matcha-Cheesecakes

Als ich vor ein paar Wochen  mit Grippe unfreiwillig ans Bett gefesselt war, blieb natürlich auch das Backen auf der Strecke. Tortur! Nicht das ich jetzt vom Fieber gleitend in die Entzugserscheinungen vom Backen rutsche, dachte ich. Wer weiß, so unterschiedlich sind die Symptome eines Fieberwahns und eines Entzugdelirs ja gar nicht… ich musste also handeln, so schnell als möglich. Nach drei Tagen im Bett erschien mir Backen physisch wieder möglich und ich inspizierte ich den Kühlschrank. Es fanden sich Eier und Frischkäse – glasklar: Cheesecakes. Maris Rezept für fluffigen japanischen Cheesecake hatte ich schon lange auf meiner Liste, das genauere Lesen zeigte aber: für meinen aktuellen Zustand leider viel zu kompliziert. Also Improvisieren, Augen zu und durch. Ich hangelte mich dann an diesem Rezept entlang. Die Eier wog ich nur pi-mal-daumen ab, ich hatte im Endeffekt zu viel Eigelb und zuwenig Eiweiß im Teig. Egal. Knappe 45 Minuten später hatte ich kleine, süße, fluffige Cheesecakes. Naja, perfekt waren sie sicher nicht, manche schrumpften beim Abkühlen etwas zusammen und sahen aus wie kleine Pilze, aber sie waren zart-luftig, saftig, und hatten ein herrliches Matchaaroma …wie von Zauberhand fanden sich dazu sogar noch die süßesten ersten Freilanderdbeeren in meiner Küche ein… was ein Balsam für meine entzügige Backseele….

japanische Minichesecakes mit Matcha und Erdberen

japanische Minicheesecakes mit Matcha und Erdbeeren

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Bread Baking Day #73 – Irish Sodabread

Für die, die es noch nicht wissen: diesen Monat darf ich ja den Bread Baking Day von Zorra Kochtopf ausrichten. Brote aus aller Welt suche ich noch bis zum 01.05.2015. Einige tolle Rezepte sind bereits hier eingetrudelt – sogar eines vom fast anderen Ende der Welt! Aber Leute, da geht doch noch was – 6 Tage habt ihr noch Zeit. Zu gewinnen gibt es zwar nichts, aber dabei sein ist doch alles – außerdem freue ich mich über jedes Rezept wie eine kleine Schneeköningin :-). Das Round up aller Rezepte erscheint dann hier im Blog spätestens zum 05.05.2015.

Als Gastgeberin backe ich natürlich auch etwas. Und nicht irgendwas – ich backe Sodabread. Und ich muss gestehen, die Geschichte mit mir und dem Sodabread begann doch eher als Zwangsliebe. 6 Wochen (!!! – hach, so ein Studentenleben war schon schön) Irlandurlaub mit bester Freundin – low Budget: Zelten, Hiken, Trampen – Essen in Eigenversorgung. Um das obligatorische Grundnahrungsmittel Brot kamen wir also nicht herum. Das erste Sodabread war ein kleiner Schock – optisch von außen ein schöner knuspriger Brotlaib – war der Geschmack zugegeben doch ungewöhlich. Natron und Backpulver sind nicht nur maßgeblich für den Trieb des Brotes verantwortlich – nein, sie sind auch der dominierende Geschmacksgeber (deswegen ja auch Sodabread). Ich glaube eine Woche versuchten wir es mit Toastbrot, einmal kauften wir auch ein ryebread – ungeniesbar, denn darin fehlte jegliches Salz. Wir gaben dem Sodabread also eine zweite Chance – und gewöhnten uns dann doch sehr schnell daran – zusammen mit guter Irischer Butter oder goldgelbem Cheddar ein wahrer Genuss. Es kam wie es kommen musste. Am Ende des Urlaubs landeten unter den Mitbringseln für Zuhause natürlich das obligatorische Kochbuch, welches ein verständliches Rezept für Sodabread enthielt und ein Beutel Natron (sicher, ist sicher ;-))

Das Brot verströmt beim Backen einen Duft der mich sofort wieder in diesen Urlaub zurück versetzt: die grünen Wiesen das Meer, die Schafweiden, unzählige freundliche Menschen, die uns unterstützten, wenn wir mal wieder im irischen Dauerregen mit unserem Zelt „abgesoffen“ waren –  eine wundervolle Zeit, ein toller Urlaub – schön dass man sich die Erinnerung daran so leicht nach Hause holen kann. Und es ist wirklich ein sehr unkompliziertes Rezept – kein Kneten (kneten wäre sogar ein ganz grober Fehler), kein Gehen, kein Kühlen – Ratzfatz steht es auf dem Tisch und ist damit ein tolles einfaches Brot. Abwandlungen mit Cheddar und Lauchzwiebeln im Teig, mit Vollkornmehl als Brown Bread, oder mit Rosinen im Teig als „Spotted Dog“ machen es vielseitig. Es ist allerdings ein Brot, welches schnell gegessen werden sollte, nach 1 bis 2 Tagen wird es doch recht trocken.

Irish Sodabread

Irish Sodabread

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