Bread Baking Day #73 – Irish Sodabread

Für die, die es noch nicht wissen: diesen Monat darf ich ja den Bread Baking Day von Zorra Kochtopf ausrichten. Brote aus aller Welt suche ich noch bis zum 01.05.2015. Einige tolle Rezepte sind bereits hier eingetrudelt – sogar eines vom fast anderen Ende der Welt! Aber Leute, da geht doch noch was – 6 Tage habt ihr noch Zeit. Zu gewinnen gibt es zwar nichts, aber dabei sein ist doch alles – außerdem freue ich mich über jedes Rezept wie eine kleine Schneeköningin :-). Das Round up aller Rezepte erscheint dann hier im Blog spätestens zum 05.05.2015.

Als Gastgeberin backe ich natürlich auch etwas. Und nicht irgendwas – ich backe Sodabread. Und ich muss gestehen, die Geschichte mit mir und dem Sodabread begann doch eher als Zwangsliebe. 6 Wochen (!!! – hach, so ein Studentenleben war schon schön) Irlandurlaub mit bester Freundin – low Budget: Zelten, Hiken, Trampen – Essen in Eigenversorgung. Um das obligatorische Grundnahrungsmittel Brot kamen wir also nicht herum. Das erste Sodabread war ein kleiner Schock – optisch von außen ein schöner knuspriger Brotlaib – war der Geschmack zugegeben doch ungewöhlich. Natron und Backpulver sind nicht nur maßgeblich für den Trieb des Brotes verantwortlich – nein, sie sind auch der dominierende Geschmacksgeber (deswegen ja auch Sodabread). Ich glaube eine Woche versuchten wir es mit Toastbrot, einmal kauften wir auch ein ryebread – ungeniesbar, denn darin fehlte jegliches Salz. Wir gaben dem Sodabread also eine zweite Chance – und gewöhnten uns dann doch sehr schnell daran – zusammen mit guter Irischer Butter oder goldgelbem Cheddar ein wahrer Genuss. Es kam wie es kommen musste. Am Ende des Urlaubs landeten unter den Mitbringseln für Zuhause natürlich das obligatorische Kochbuch, welches ein verständliches Rezept für Sodabread enthielt und ein Beutel Natron (sicher, ist sicher ;-))

Das Brot verströmt beim Backen einen Duft der mich sofort wieder in diesen Urlaub zurück versetzt: die grünen Wiesen das Meer, die Schafweiden, unzählige freundliche Menschen, die uns unterstützten, wenn wir mal wieder im irischen Dauerregen mit unserem Zelt „abgesoffen“ waren –  eine wundervolle Zeit, ein toller Urlaub – schön dass man sich die Erinnerung daran so leicht nach Hause holen kann. Und es ist wirklich ein sehr unkompliziertes Rezept – kein Kneten (kneten wäre sogar ein ganz grober Fehler), kein Gehen, kein Kühlen – Ratzfatz steht es auf dem Tisch und ist damit ein tolles einfaches Brot. Abwandlungen mit Cheddar und Lauchzwiebeln im Teig, mit Vollkornmehl als Brown Bread, oder mit Rosinen im Teig als „Spotted Dog“ machen es vielseitig. Es ist allerdings ein Brot, welches schnell gegessen werden sollte, nach 1 bis 2 Tagen wird es doch recht trocken.

Irish Sodabread

Irish Sodabread

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Matcha-Hefeschnecken mit schwarzem Sesam und Zimt

Einkaufspassagen – oder neu-deutsch Malls – sind mir ja immer wieder ein Mysterium. Hier in Berlin sprießen diese zur Zeit wie Pilze aus dem Boden, der Bedarf ist scheinbar da. Aber eigentlich reiht sich hier doch nur Kette an Kette, in dem es genau die gleichen Dinge gibt, wie in den anderen gefühlt 100 Malls dieser Stadt auch. Ich versteh es also nicht wirklich, warum man jährlich eine weitere Mall bauen muss. Meine erste Begegnung mit einer typisch amerikanischen Mall hatte ich ja mit 15, während eines Schulaustauschs in Tulsa, Oklahoma. Diese sah auch ganz genauso aus, wie Malls heute aussehen, und doch gab es da etwas, was in deutschen Malls (leider) noch immer nicht angekommen ist. Der intensive Duft von Zucker und Zimt! Der ist überall und strömt aus den Läden der Ketten Cinnabon und Auntie Annie’s Pretzels. Gäbe es sowas hier, ich würde definitiv öfter Malls besuchen, nur so zum Schnuppern und Naschen versteht sich…

Ja, ich denke das war der Moment wo ich diesen weichen, fluffigen, zimtigen Hefeschnecken mit dem cremig-süßen Guss verfallen bin, damals irgendwo in einer Mall im Mittleren Westen. Nachbacken woll ich die klebrig süßen Dinger –  aber es folgte zuerst eine sehr lange Odyssee bis zum perfekten Rezepts. Was wurde nicht alles probiert, alle möglichen Mengenverhältnisse, Gehzeiten, Kartoffelbrei im Teig, und, und , und…aber überzeugt hatte mich bisher nichts. Dann fand ich dieses Rezept. Eigentlich interessierte es mich ja eher aufgrund des Matchas und der Sesamfüllung, denn bis dahin ahnte ich nicht, was Buttermilch und bisschen Natron im Teig für Wunder vollbringen werden. Ich schmiß nun also meine mittlerweile 18 Jahre (!!!) Cinnamonrolls – Backerfahrung mit in dieses Rezept, drehte noch ein bisschen hier, und schraubte ein bisschen da und Heureka! Fluffigste, weiche Zimtrollen, die auf der Zunge zergehen. Perfekt!  Buttermilch, Natron und Hefe, das Backen im eigenen Dampf in der Reine und die lange Übernachtgare davor, die dem Teig genügend Zeit gibt, sich voll zu entfalten – alles das beschert allen denen, die es ausprobieren frische, warme Zimtrollen am nächsten Morgen – vielleicht für ein Sonntagsfrühstück im Bett oder auch, um mit den frischgebackenen Leckereien seine Arbeitskollegen zu überraschen?

Und falls jemand Angst vor Matcha und/oder Sesam hat, oder nicht mag: lasst es einfach weg! Dann bleibt euch immer noch DAS Rezept für perfekte klassische Cinnamonrolls, welches ihr sicher ab jetzt öfter machen werdet…

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Matchahefeschnecken mit einer Füllung aus schwarzem Sesam und Zimt

 

Ein Hoch auf die Buttermilch! Und wer weiß, vielleicht gewinne ich ja mit meinen Rollen ein kleine Reise auf einen Milchbauernhof, denn Zorra hat mal wieder ein klasse Blogevent am laufen!

Blog-Event CVI - Sauer macht lustig (Einsendeschluss 15. März 2015)

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südafrikanische Buttermilchrusk

Der Herbst ist ja nun wirklich unverkennbar eingezogen und mich erschleicht der Drang zur Gemütlichkeit, wie immer wenn die Blätter fallen, der Wind stärker weht und es Abends nun doch deutlich kühler ist. Dann einen Tee, oder Kakao,  ein weiches Sofa, Decke, einen Lieblingsfilm, -Buch; -Serie …. Und, ja was und? Kekse, hmmm…. zu süß….Chips….hmm ..zu salzig, Schokolade….hmm…auch nicht…. es muss doch auch was anderes geben?!

Buttermilchrusk

der Rusk: südafrikanisches Traditionsgebäck

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