südafrikanische Buttermilchrusk

Der Herbst ist ja nun wirklich unverkennbar eingezogen und mich erschleicht der Drang zur Gemütlichkeit, wie immer wenn die Blätter fallen, der Wind stärker weht und es Abends nun doch deutlich kühler ist. Dann einen Tee, oder Kakao,  ein weiches Sofa, Decke, einen Lieblingsfilm, -Buch; -Serie …. Und, ja was und? Kekse, hmmm…. zu süß….Chips….hmm ..zu salzig, Schokolade….hmm…auch nicht…. es muss doch auch was anderes geben?!

Buttermilchrusk

der Rusk: südafrikanisches Traditionsgebäck

Und, Voila….ich stelle vor. Rusk! Wer schon mal in Südafrika war, wird sie sicher kennen, immerhin ein Traditionsgebäck der eingewanderten Holländer in Südafrika.

Sicher waren die, die Rusks bereits probiert haben irritiert davon, so etwas steinhartes, bröseliges überhaupt angeboten zu bekommen, vielleicht noch aus einer ollen Blechdose vom Schrank. Ich hoffe, Ihr hattet das Heißgetränk nicht abgelehnt, welches euch der Gastgeber dazu anbot – denn dann offenbart sich das Geheimnis eines Rusk. Eingetunkt in Tee, Kaffee, Milch oder Kakao sind Rusks wirklich wunderbar! Als Sachse bin ich ja gewohnt, zu „ditschen“ – Rusk und ich wurden also dicke Freunde.
Im Netz gibt es viele Rusk Rezepte mit Backpulver und Co., hier ist eine Version mit Hefe (…und ein bisschen Natron)…nach meinem Geschmack die bessere Variante. Das Rezept ergibt 36 Rusk… auch hier liefert das Netz eher Rezepte mit der dreifachen Mende an Zutaten, um Zeitaufwand und Ausbeute zu optimieren. Aber das könnt ihr ja in 2 Tagen entscheiden, wenn eure erste Ladung Rusk aufgefuttert ist und ihr dringend neue backen müsst!

Buttermilch-Rusk

150g Weizenvollkornmehl
400g Weizenmehl 550
300g Buttermilch
90g zerlassene Butter
50g Zucker (ich: Rohrzucker)
3g Salz (etwa ½ TL)
2,5g Natron (etwa ½ TL)
12g Frischhefe

Nach Wunsch: 150g „Zutaten“ (Müsli, Vollkornflocken, Trockenfrüchte, Saaten, Nüsse, Schokolade)
Ich: je 10 g Chia, Sesam weiß, Sesam schwarz, Leinsamen, Mohn, 20g Sonnenblumenkerne, 30g gehackte Haselnüsse, 50 g Rosinen

rusk1 Kopie

Mehle, Zucker, Salz und Natron in einer Schüssel mischen, Hefe darüber bröckeln.
Buttermilch und zerlassene Butter mischen und zu den trockenen Zutaten geben, alles zu einem geschmeidigen Teig kneten. „Zutaten“ ebenfalls unterkneten bis sie sich gut im Teig verteilt haben.
Teig etwa 1h bei Raumtemperatur abgedeckt gehen lassen. Er sollte sich vom Volumen etwa verdoppeln.
Dann Teig mehrfach falten, und 36 kleine Bällchen abstechen (je ca. 30g) und zu Zylindern formen. Diese dann „aufrecht“ in eine mit Backpapier ausgelegte Form (ca 20×20 cm) dicht an dicht stellen und weitere 45 min abgedeckt gehen lassen, dabei sollten sich noch vorhandene Lücken zwischen den Rusks schließen. Backofen währenddessen auf 180°C vorheizen.
Die Form in den Ofen schieben (mittlere Schiene) und bei 180°C etwa 30 min backen. Danach die Rusks aus der Form holen und kurz abkühlen lassen. Sie schmecken auch jetzt als „Einback“ schon, wer mal probieren möchte. Den Ofen auf 100°C herunter stellen.
Wenn die Rusks etwas abgekühlt sind, lassen sich die einzelnen Stücke leicht auseinanderbrechen. Diese dann auf einem Blech verteilen und bei 100°C trocken lassen. Dazu lässt man entweder die Ofentür einen Spalt offen (Löffelstiel) oder öffnet alle 20 min kurz die Ofentür um die Feuchtigkeit ab zu lassen. Wenn sich keine Feuchtigkeit mehr im Ofen bildet, sind die Rusks fertig. Bei mir hat es etwa 5 Stunden gedauert.
Luftdicht verschlossen in einer Dose halten die Rusks mehrere Wochen.

Na dann fröhliches knabbern…
Herzlichst,
Susanna

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