Frühlingshandbrot

Wenn irgendetwas noch genauso zum Frühling gehört wie der Rhabarber, dann sind dies doch frische, grüne Kräuter und vorallem: Bärlauch! Auch hier ist die Zeit, in dem dieses Kraut wächst einfach viel zu kurz und es heißt, sie ausgiebig zu nutzen. Bärlauch mit Penne, Ricottaknödel mit Bärlauch, Bärlauchrisotto und natürlich Bärlauch im Brot. Und damit dieses auch noch so richtig schön frühlingsfrisch daher kommt, ist es grün. Ja, ein grünes Brot – gefärbt durch Spinat und jede Menge Kräuter – und nicht nur das: ein grünes, gefülltes Handbrot mit Pilzen, Ziegenfrischkäse dazu noch etwas Bergkäse und Schinken. Mit Kochstück und 24 Stunden Kühlschrankgare wird der Teig saftig und bekommt dennoch eine kleine, feine Kruste. Variiert die Füllung ganz nach euren Wünschen – zum Beispiel vegetarisch mit getrockneten Tomaten und ein paar Pinienkernen oder Walnüssen anstatt des Schinkens und der Pilze.

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Torta pasqualina – Ligurische Ostertorte

Heute mal wieder ein Rezept aus der Kategorie: Backen mit Geduld, Spucke und Nerven wie Drahtseilen. Und diesmal  müssen auch jede Menge Eier dran glauben, denn es wird nochmal richtig österlich mit dieser italienischen Köstlichkeit. Die Torta pasqualina ist eine ligurische Spezialität, die es traditionell zu Ostern gibt. Das Rezept lachte mich schon vor einigen Jahren in einem Kochbuch an, wurde aber bisher nie verwirklicht. Eingehüllt in dünnen, knusprigen Teig werden hier die Eier in einem frischen, würzigem Bett aus Ricotta, Parmesan und Spinat versteckt. Jede Menge Geduld und Zeit erfordert die Herstellung der einzelnen Teigblätter. Eine gute Torta pasqualina, geprägt von katholischen Ostertraditionen, müsse 33 Teigschichten enthalten – entsprechend den Lebensjahren Jesus Christus. Ich habe mit Müh und Not 13 Teigschichten hinbekommen, mehr oder weniger dünn und manchmal auch mehr Loch als Teig –  aber die Torta nahm es mir zum Glück nicht übel.

Optisch ist die Torta pasqualina auf jeden Fall eine sehr ansprechende Sache und geschmacklich nicht minder lecker. Die Torta kann lauwarm oder kalt gegessen werden und eignet sich auch hervorragend als Mitbringsel zu einem Osterbrunch. Für Ungeduldige oder die mit dünnen Nerven – Filoteig aus dem Kühlregal soll wohl auch wunderbar funktionieren. Und für die, die noch mehr Ostergebäck suchen – das gibt’s diesen Monat bei Claretti und ich back’s mir!

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Eiersuchen im Kuchen – Torta Pasqualina

 

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Hefeklöße mal anders: Gua Bao Burger

Liebt ihr Burger – wir ja! Und das Schöne ist: Berlin ist so richtig voll von Burgerläden, und meistens mit richtig guten Exemplaren! Immer mal wieder stoßen wir dabei auch auf Burger, die der klassischen US-Variante mehr als Konkurenz machen: Köfte-und Halloumiburger, oder Bulgogiburger, Ramenburger, und, und, und. Meine letzte „Entdeckung“ in Sachen Burger hatte ich auf dem Weihnachtsmarkt der Neuen Heimat in Berlin: Gua Bao – ein weicher, flaumiger, gedämpfter Hefekloß mit einer Füllung aus geschmortem Schwein und vielen, vielen, asiatischen Kräutern und Gewürzen. Hätte ich mich ja reinlegen können in das Zeug! Und wie gesagt alles in einem Hefekloß. Ist ja schon irgendwie verrückt – da wird das, was mir als Kind immer mit Heidelbeeren und Zimtzucker vorgesetzt wurde, am anderen Ende der Welt auch gegessen – nur dort mit leckerstem, saftig geschmorten Schwein gefüllt. Aber hey, Hefeklöße kann ich…. na dann los google, Rezept her!

Ina schwelgt diesen Monat ja auch im Burgerschlaraffenland, bin mal gespannt, was dort so alles zusammen kommt.

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Burger taiwanesisch – Gua Bao

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Frenchtoast mit Banane und Erdnussbutter

Die letzten 2 Wochen herrschte hier ja ausnahmslos Berlinalefieber. Zum Bloggen und Backen blieb nur wenig Zeit. Filme, Serien und Kino sind ja meine zweitliebste Leidenschaft und so habe ich aufregende, bildgewaltige Tage hinter mir und ich durfte filmisch durch die halbe Welt reisen. 21 Filme in 10 Tagen Berlinale habe ich geschafft zu sehen (…fragt nicht: nein, ich wusste wirklich oft nicht mehr wer, wieso, weshalb, warum ;-)). Am beeindruckendsten war für mich, wie auch schon letztes Jahr, das iranische Kino. Jafar Panahis Taxifart durch Teheran, die mit dem Goldenen Bären belohnt wurde, ist ein unter Berufsverbot mit einfachsten Mitteln realisierter Film, der einfach nur berührt. Also merken, sehr sehenswert! Weitere Filme erzählten Geschichten aus dem Leben einer Mayafamilie in Guatemala, einer Fischersfrau in Kalmückien, von Mopedräubern in Uganda, eines jungen Paars in Buenos Aires, Geschichten aus Island, aus Myanmar, Korea, Japan und Taiwan, und, und, und…. Oft klingelte der Wecker früh, Anstellen am Ticketschalter, Karten organisieren oder auch gleich ins Kino. Essen war Nebensache, es gab meist das, was gerade auf dem Weg oder in den kurzen Pausen zu Hause verfügbar war.

Wenn es schnell gehen muss, aber doch was leckeres Warmes her soll, dann lässt sich auch mit Brot einiges zaubern. Wie zum Beispiel Frenchtoast, oder weniger frankophil: Arme Ritter. Ob pur oder mit Füllung ein schnelles, wärmendes sättigendes Frühstück ohne viel tamtam. Meine Lieblingsfüllung – Elvisstyle: Banane und Erdnussbutter, getoppt von etwas Ahornsirup… und eigenlich noch Bacon, aber den hatten wir ja erst ;-).

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Auberginen-Käsekuchen

Normalerweise bemühe ich mich, saisonal zu kochen, ist doch schön wenn jede Jahreszeit ihre speziellen Gerichte hat und die Zutaten nicht erst aus der Ferne eingeflogen werden müssen. Zudem schmeckt es mit regionalen Produkten vom Markt ohnehin sehr viel besser….
Nun ist natürlich definitiv keine Auberginenzeit mehr….aber weil ich Auberginen soooo lecker finde, musste ich vor kurzen noch welche kaufen … auch außerhalb der Saison….
Nun lagen Sie da, guckten mich vorwurfsvoll an, während ich überlegte welches das letzte Auberginengericht 2014 werden sollte…

Herausgekommen in eine sehr leckere Quiche, das Rezept ist gemopst … und zwar gleich zweifach…
Aber … unglaublich lecker … hebt’s Euch unbedingt auf für den Spätsommer 2015!

Auberginen - Käsekuchen

Auberginen – Quiche

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Orientalisch kochen für Sibel..

.. oder heute bleibt der Ofen kalt!

Über den von mir so oft besuchten kleinen Kuriositätenladen bin ich auf die Einladung zu Sibels 1. Bloggeburtstag gestoßen. Sultan und Sultanine von Insane in the kitchen möchten ein rauschendes orientalische Fest feiern, es gibt nur einen Haken…die Gäste müssen allerdings das Essen selbst mitbringen…
Zur Einladung gab es ein kleines Video dazu…wie gewohnt zeigt sich Sibel liebenswert unmotiviert aber Ihre Masche zieht… Sibel, ich find dir knorke! Bleib wie de bist!

Also hier mein Beitrag zur Orientalischen Tafel: Gözleme, also mit Schafskäse gefüllte Teigfladen – hatte ich schon mal irgendwann vor Urzeiten gemacht, sehr lecker, aber irgendwie zu wenig für ein Sultansbankett. Deswegen gibt’s dazu noch Kürbishummus, Tomaten-Linsensuppe und gebratene Auberginen….
Liebe Sultanine, lieber Sultan….ich hoffe es mundet Euch!

gebratene Auberginen, Tomaten-Linsensuppe und Kürbishummus

gebratene Auberginen, Tomaten-Linsensuppe und Kürbishummus

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