Kanelknuter – schwedische Zimtknoten

Viel zu spät kommt dieses Rezept, so hab ich doch glatt den Kanelbullens Dag (Tag der schwedischen Zimtschnecke) am 4. Oktober verschlafen!
Als ich mit dem Ergebnis des folgenden Rezeptes Ende Oktober (es war grau, neblig und kalt!) meine Arbeitskollegen beglücken wollte, war es für einige doch tatsächlich noch zu früh für „weihnachtliche Gewürze“. O-Ton: das könne man doch jetzt noch nicht essen! Nicht zu fassen, oder?!?
Da sind mir die Schweden doch sehr sympathisch – so gibt es Zimtgebäck dort das ganze Jahr über. Und sogar einen Tag der Zimtschnecke, toll! Bei mir geht Zimt auch immer! Und ich weiß aus sicherer Quelle, dass ich mit dieser Leidenschaft nicht allein bin…

Kanelknuter

Kanelknuter


Das Rezept ist ein bisschen aufwendiger mit einem Vorteig, der mindestens 12 h vorher vorbereitet werden muss. Für Eilige kann er auch weggelassen werden (bitte aber trotzdem alle Teigzutaten verwenden), mit Abstrichen bei der Fluffigkeit und Geschmack des Teiges. Ein guter Hefeteig braucht halt Zeit und viel Liebe!
Der Teig ist adaptiert vom Zopfteig von Hefe und mehr. Ein wirklich wunderbarer Blog und ein toller Standardhefeteig mit dem auch wunderbare Blechkuchen, Schnecken, Hefezöpfe etc. gelingen. Mittlerweile auch mein Standardhefeteig!

Kanelknuter (ergibt etwa 15 Stück)

Pate fermentée:
175g Weizenmehl 550
125g Wasser
2g Hefe
3g Salz

Hefeteig:
Pate fementée
275g Mehl
50g Dinkelmehl 630
175g Milch
3g Salz
10g Hefe
50g Zucker
85g Butter (weich)
Wer mag: 1TL gemahlener Kardamom (ist typisch für die schwedischen Zimtschnecken)

Belag:
100g weiche Butter
100g Zucker
So viel Zimt wie ihr ertragen könnt (ich nehme 2 Esslöffel voll)
1 Eigelb mit etwas Milch verquirlt zum Bestreichen

Zutaten für den Pate fermentée verkneten, 1 h bei Raumtemperatur gehen lassen und anschließend für mindestens für 12 h im Kühlschrank ruhen lassen.

Für den Hefeteig alle Zutaten bis auf die Butter verkneten, bis einer glatter Teig entstanden ist, zuletzt die Butter unterkneten bis wieder alles schön glatt ist. Teig 1 h abgedeckt bei Raumtemperatur gehen lassen.
Für den Belag weiche Butter mit Zucker und Zimt zu einer cremigen Paste verrühren. Den Teig in der Form eines Rechteckes etwa 40 x 60 cm ausrollen. Den Teig gedanklich halbieren und zwar von der kurzen Seiter her: also eine Hälfte (also 20 x 60 cm) mit der Zimtbutter bestreichen (keinen Rand lassen!). Dann die andere lange Seite darüber klappen, ihr habt dann also ein gefülltes Teigstück ungefähr 20×60 cm. Davon schneidet ihr lange Streifen mit ca. 1 cm Breite (geht super mit einem Lineal und Teigrädchen). Jeden Streifen wickelt ihr auf, als würdet ihr ein Wollknäul wieder aufwickeln, fertig ist der Knuter! Mit dem Rest des Teiges genauso verfahren.

Die Knuter mit Eigelb bestreichen und mit Hagelzucker bestreuen, danach noch 45 Minuten abgedeckt gehen lassen. Währenddessen den Ofen auf 230°C (Ober-Unterhitze) aufheizen. Die Knuter etwa 10 Minuten backen bis sie schön braun sind.

schwedische Zimtknoten

Etwas abkühlen lassen. LECKER!

9 Kommentare zu “Kanelknuter – schwedische Zimtknoten

  1. Der 4. Oktober sollte zum Nationalfeiertag bei uns erhoben werden und diese tollen Cinnamon- Knoten zum Nationalgericht… Und wer Zimt nicht mag bzw. nur an Weihnachten ist mir irgendwie suspekt 😉

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  2. Hallo an alle und an den 5 Kommentatoren vor mir ….habt ihr die Knuten schon mal gebacken oder nur den Anblick dieser leckeren Teile kommentiert …? Der Teig ist ja sehr schön zu machen …bis zu dem Punkt , da man 85g Butter unterkneten soll…hilfe …das habe ich eben gemacht…ist ja eine Qual…na mal sehen wie der „Rest“ geht …LG Romy

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    • Hallo Romi, ich kann jetzt zwar nicht für die Kommentatoren sprechen, aber ich habe bisher nur gute Rückmeldungen von Nachbäckern in meinem Freundeskreis bekommen. Das Rezept ist zwar nun schon 3 Jahre alt und hat mittlerweile viele Abwandlungen erfahren aber die Butter knete ich tatsächlich immer noch zuletzt unter. Das ist ein bisschen Arbeit das stimmt, aber als mühselig würd ich das jetzt nun nicht bezeichnen (es sei denn man nimmt sie steinhart aus dem Kühlschrank). Ich hoffe du bist am Ende dennoch mit dem Ergebnis zufrieden. Viel Erfolg!

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  3. So nun will ich mich doch noch mal melden…da ich sowas noch nie gebacken habe…hätte ich erwähnen sollen…hatte ich halt so meine Mühe damit…aber mit noch bisschen Mehl (wusste ja nicht ob man da noch Mehl nehmen soll oder darf…)ging´s dann.
    …sie sind super geworden und auch super lecker , Danke für das Rezept …ich werde wieder welche machen…Lg Romy

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