Lavendel-Friands mit schwarzer Johanna und Baiser

Eine Woche nachtdienstbedingte Blogabwesenheit findet nun ihr Ende… nicht, dass ich nichts gebacken hätte, dafür müsste ich wohl schon mit 41°C Fieber und gebrochenen Gliedmaßen ans Bett gefesselt sein, zum Bloggen fehlte jedoch die Zeit.

Noch ein bisschen knülle vom Schlafmangel geht es nun weiter – eventuelle orthografische Schwächen oder Ungereimtheiten im Rezept bitte ich zu verzeihen und umgehend zu reklamieren – aber das folgende Rezept soll nun endlich der Öffentlichkeit präsentiert werden!

Lavendel - Friands mit Schwarzer Johanna und Baiser

Lavendel – Friands mit Schwarzer Johanna und Baiser

Inspiriert von einem (mal wieder sehenswerten) französischen Film durchstöberte ich die Patisserie im Netz – und stieß auf Friands. Hm, noch nie gehört. … mit Lavendel .hmmm…. mit Blaubeeren…ach,  besser mit schwarzen Johannisbeeren (ohnehin eine viel zu unterrepräsentierte Beere in der Backwelt des www)…ohh, und gebräunter Butter im Teig …ach, und ich brauch nur Eiweiß?!…äußerst praktisch, so stapeln sich doch immer Unmengen davon in meinem Kühlschrank…gebongt und losgebacken!

Herausgekommen ist ein unglaublich leckeren Gebäck: zart lavendelig, mandelig,  saftig, die braune Butter deutlich wahrnehmbar, mit herben Beeren, sanftem Baiser und säuerlichem Kompott getoppt.

Bonjour Friands! –  Euch wird es nun öfter geben.

 friands

Lavendel – Friands mit Schwarzer Johanna und Baiser (Rezept für ca. 6 Friands in Muffingröße):

Teig:
80g Butter
0,3 g bzw. ½ TL getrocknete Lavendelblüten
100g Zucker
55g Mehl 405
85g gemahlene Mandeln
1 Prise Salz
115g Eiweiß
Etwa 1/2 Glas schwarze Johannissbeeren (225 g Abtropfgewicht)

Baiser:
2 Eiweiß (60g)
Prise Salz
80g Zucker
3 EL Saft von den Johannisbeeren

Kompott:
Restliche Johannisbeeren und etwa 100 ml aufgefangenen Saft
1 Esslöffel Zitronensaft
20g Zucker
Gemahlene Vanille nach Wunsch

Den Ofen auf 180°C Ober-Unterhitze vorheizen. Die Johannisbeeren abgießen, Saft auffangen und gut abtropfen lassen. Danach eine Beurre noisette herstellen. Dazu Butter schmelzen lassen, Lavendelblüten dazu geben und alles unter gelegentlichem Schwenken bräunen lassen. Beiseite stellen. Förmchen vorbereiten: ich hatte mein Standard Muffinblech und habe die Mulden mit Butter gefettet.
Mehl, Mandeln, Salz und Zucker in einer Schüssel mischen, dann die Beurre noisette unterrühren. Nach und nach die Eiweiße (ungeschlagen) unter Rühren zugeben.
Teig in die gefetteten Förmchen füllen und etwa 2/3 der Johannisbeeren auf dem Teig verteilen.
Bei 180°C ca. 18 Minuten backen lassen (Teig muss auf Druck leicht federnd nachgeben).

Schon jetzt schmecken die Friands noch leicht warm wunderbar. Wer also keine Lust auf ChiChi hat, der kann die Friands auch ohne Baiser und Kompott servieren.
Ansonsten gegen Ende der Backzeit für das Baiser Eiweiße mit Salz steif schlagen, Zucker einrieseln lassen und weiterschlagen bis der Baiser sehr steif ist und der Zucker sich komplett aufgelöst hat. Nach Wunsch noch etwa 3 EL Johannisbeersaft zufügen, dann wird der Baiser leicht rosa.
Baiser als Kreis auf die Törtchen spritzen (das Loch in der Mitte wird später mit dem Kompott gefüllt) und Friands nochmal für etwa 8 Minuten bei 180°C backen lassen. Bitte ab und zu mal nachschauen, nicht dass das Baiser noch verbrennt.

Für das Kompott Saft, Zucker und Zitronensaft dicklich einkochen lassen, Beeren unterrühren. Mit einem Teelöffel in die Mitte des Baisers füllen (der Saft soll dabei ruhig ein bisschen in die Törtchen sickern, dann wird’s noch leckerer!). Nach Wunsch alles noch mit Puderzucker bestäuben.

Bon appetit!

Susanna

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