Milch, Honig und Pfirsiche…..

Die Reaktionen auf meinen letzten Post treiben mich immer noch um. So viele Likes, so viele, die das Thema aufgegriffen haben, auf eigene Initiative, auf Connys Aufruf oder auf den Aufruf von #bloggerfürflüchtlinge hin Stellung bezogen haben, das macht Mut und birgt die Hoffnung, dass ein Umdenken möglich ist. Irgendwie fällt es schwer, hier einfach so bezugslos weiter zu bloggen und das Thema ohne Nachhall verklingen zu lassen. Also soll dieser Post ein Nachhall werden. Ein Nachhall, auch auf das was früher war und die Kulinarik als Zeitzeuge. Wie schmerzlich poetisch klingt es doch, was in den heiligen Schriften oder in den orientalischen Märchen über die Gebiete geschrieben wird, in denen heute aufgrund von Krieg und Not die Flüchtlingszahlen am größten sind: Das Land in dem Milch und Honig fließt….Was war also vor dem ganzen Leid, dem Krieg, dem Diktat des religösen Extremismus? Schließe ich die Augen sehe ich Haine voll von Dattelpalmen, Feigen, Pfirsichen, Oliven und Nüssen in fruchtbaren Tälern, Flüsse an deren grünen Uferwaiden Herden von Ziegen und Kühen grasen, weiß leuchtende Städte mit einem Gewimmel an farbenfrohen Tupfen von Menschen, bunte, duftende Märkte und Basare. Es war nicht Nichts, bevor alles Leid begann. Es war reich und lebenswert, süß wie Honigbaklava und saftig wie Pfirsiche. Vielleicht müsste jeder öfter diese Küche an einer reich gedeckten orientalischen Tafel kosten, die süße Wehmut, die warme Würze, die Gastfreundschaft und Lebensfreude spüren. Besser noch, ein Pflichtprogramm für jeden – es würde sicher so manches Herz und Hirn erleuchten.

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Sauerteigbrot mit Haferflockenporridge nach einem australischen Rezept

Heute ist endlich mal wieder Zeit für Brot, denn hier hat sich in den letzten Wochen einiges getan! Nach meinen Anfängen mit sturem nachbacken bewährter Rezepte, merke ich nun, dass ich so langsam ein Gefühl bekomme, wie so ein Sauerteig tickt. Es klappt immer besser mit dem richtigen „Timimg“ und „Tuning“,  z.B. wann ist ein Brotteig ausreichend geknetet, wieviel Wasser nimmt der Teig auf, wie  bringt man in weiche Teige durch Falten Struktur, wann ist die gewünschte  „Gare“ erreicht, und, und, und. Ich sage Euch, Brotbacken ist sooooo verdammt spannend. Törtchen und Co. sind ja ganz ok, aber so ein Brotteig kann einen schon richtig herausfordern! Nicht zuletzt, da in die Zubereitung so viele Komponenten (Temperatur, Mehlssorte bzw. Getreidesorte, Luftfeuchte, etc.) hinein spielen. Es ist doch recht schwer, reproduzierbare Ergebnisse und damit ein gutes Rezept selbst zu kreieren. Offensichtlich geht es nur, wenn man ein Gespür für den Teig entwickelt, ihm zuhört. Nein ich hab jetzt keinen an der Waffel…. ich wollt ja nur…, nur mal so ein bisschen über’s Brotbacken philosopieren. Richtig Spaß macht das ganze Herumprobieren ja ohnehin nur, wenn man sich austauschen kann, und ich bin beeindruckt wie gut dies über instagram und den Blog funktioniert. So hab ich nun nicht nur „Brotbekanntschaften“ aus Deutschland, sondern auch aus England, USA und sogar Australien! Jess, aus Melbourne, deren schön eingeschnitte Brote mich ja auf instgram immer wieder begeistern, hat mir ihr Rezept, oder besser gesagt ihre Zutatenliste für ein sehr leckeres Brot mit Haferflockenporridge geschickt. Aus meinem bisher Erlernten und Ihren Zutaten hab ich dann das folgende köstliche Brot zaubern können. Durch dem Zusatz von Haferflockenporridge wird der Teig sehr saftig und das Brot bleibt lange frisch. Hervorragend schmeckt es übrigens auch getoastet. Ich habe das Brot praktisch als „no knead“ Variante konzipiert, die Teigentwicklung wird nur durch eine lange Autolysephase und durch wiederholtes Falten in der Stückgare realisiert . Ich hoffe sehr, das Jess diesen Beitrag liest, damit wir Garzeiten, Temperaturen etc. vergleichen können. Damit das auch geht, switch ich jetzt mal kurz into english (dieser Translator ist doch leider echt grottenschlecht) – am Ende des Beitrags findet ihr das Rezept aber auch nochmal in deutsch ;-). Thank you Jess for this delicious bread. Here the post I promised you, about how I made the bread from your formula. I had to mix the flours a bit to get the desired „white flour“ I think you use. The mixture of more whole wheat and all-purpose should now resemble in some way the „bread flour“ you might have used. It is so much fun to exchange baking expiriences with you and the other breadlovers I met on instagram. I have joined the #igbreadclub recently and I am really looking forward to how much I will learn by baking (hamelman) breads with you and the other members.

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Oat-Porridge-Bread — Haferporridgebrot

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