Aus. Aus. Aus.

Abschiede sind nicht meins. Waren sie noch nie. Irgendwas zum letzten Mal tun, Irgendwo zum letzten Mal sein, Jemanden zum letzten Mal sehen…wer überhaupt kann dies denn schon so genau wissen? Innerlich wehre mich gegen jedes endgültige Adieu. So wie ich notorisch auch jeden Abschied herauszögere, bis zum letzten Moment. Verstehen kann ich Zorras Entscheidung ohne Frage – Aufhören, wenn’s am Schönsten ist.  Also lasst es uns kurz machen. Der 86. Bread Baking Day wird der Letzte sein und widmet sich dem Hefegugelhupf. Selbstverständlich wurde mein Abschied süß, aber auch wild mit Lievito Madre- saftig gefüllt mit Kaffee, Walnüssen, Schokolade und Zimt, gebauchpinselt mit geschmolzener Butter, gepudert mit Vanillestaubzucker. Trost, in essbar.

Ach BBD, es war mir ein Fest!

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Bread Baking Day #86 - Gugelhupf

Gefüllter Gugelhupf (22 cm Durchmesser):

Teig:
120g aufgefrischter aktiver Lievito Madre
2 Eier
80g Milch, zimmerwarm
60g Zucker
10g Milchpulver (optional)
240g Mehl
5g Salz
120g Butter, in Würfel geschnitten, noch kühl

Füllung:
100g Walnüsse
100g Milchschokolade (36%)
50g brauner Zucker
30g Espresso, frisch gekocht
Zimt

30g Butter für die Form

zum Bestreichen:
30g Butter
40g Puderzucker
Vanillepulver

Den Lievito in der Rührschüssel der Knetmaschine mit Milch und Eiern  mit einer Gabel etwas verrühren. Mehl, Milchpulver und Zucker hinzugeben und zunächst auf kleinster Stufe 2 Minuten mischen. Dann auf die 2. Stufe schalten und 8 Minuten kneten, bis der Teig nur noch am Boden an der Schüssel haftet. Das Salz hinzugeben und weiter 2 Minuten kneten. Dann die Butterstücke hinzugeben und weitere 6 Minuten kneten, bis sie vollständig eingearbeitet ist. Der Teig ist sehr weich und elastisch. An einem warmen Ort den Teig 2 – 3 Stunden geben lassen. Dann bis zur Weiterverarbeitung mindesten 8 Stunden oder bis zu 24 Stunden in den Kühlschrank stellen.

Für die Füllung die Walnüsse grob zerkleinern und bei mittlerer Hitze in einer Pfanne anrösten. Noch heiß in den Zerkleinerer des Mixers geben und fein mahlen. Die Schokolade grob hacken und mit zu den Walnüssen geben, weitermahlen bis eine Paste entstanden ist. Zuletzt Espresso, Zucker und Zimt unterrühren.

Die Gugelhupfform großzügig (!) mit Butter fetten. Den Teig aus dem Kühlschrank auf eine gut bemehlte Arbeitsfläche stürzen und zu einem Rechteck ca. 40 x 40 cm ausrollen. gleichmäßig mit der Füllung bestreichen, an einer Seite etwa 1 cm Rand lassen. Den Teig zu einer Rolle fest aufrollen, den Schluß fest zudrücken. Die Rollen zu einem Ring legen, dabei darauf achten, dass die Naht nach oben zeigt. Ein Ende der Rolle etwas öffnen und das andere Ende in die Öffnung einarbeiten. Nun den Ring in die gefettete Gugelhupfform (Schluß nach oben, sonst läuft Füllung aus) legen. Abgedeckt etwa 5 Stunden an einem warmen Ort oder über Nacht an einem kühleren Ort gehen lassen. Die Größe sollte sich dabei  mindestens verdoppeln.

Den Ofen auf 160°C  vorheizen. Den Gugl auf der 2. Schiene von unten ca. 1 Stunde backen. Falls die Oberfläche zu stark bräunt mit Backpapier abdecken. Den Gugelhupf zunächst in der Form eine halbe Stunde stehen lassen, dann auf ein Gitter stürzen. Die Butter währenddessen im noch warmen Ofen schmelzen lassen. Puderzucker mit etwas gemahlener Vanille mischen. Den Gugel noch warm mit der Butter bepinseln und mit der Hälfte des Puderzuckers bestäuben. Vor dem Anschneiden vollständig abkühlen lassen und vor dem Servieren mit dem restlichen Puderzucker bestäuben.

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3 Kommentare zu “Aus. Aus. Aus.

  1. Der sieht wirklich richtig gut aus und klingt wahnsinnig lecker. 🙂 Und das ganz ohne Hefe! Livieto madre muss ich mir wohl auch nochmal zulegen. 😉 Liebe Grüße, Nora

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  2. Auf die Idee, einen Gugelhupf zu füllen, wäre ich wohl nie gekommen. Aber mit Schokolade und Nüssen ist er bestimmt noch viel leckerer. Interessant, dass du deinen Kuchen auch mit Sauerteig gebacken hast.

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